Herzlich Willkommen in Niklasreuth

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Geschichte


chon 1315 wird Niklasreuth, im Volksmund nur Reuth genannt, erwähnt, eine Rodung des 11. oder 12. Jahrhunderts. Ein Kuno von Route (Reut) wird hier die Rodung unternommen und den Mairhof gegründet haben. Sein Genosse Rudwan soll sein Heim daneben aufgeschlagen haben.


er Name "Reuth" kommt von "Roden". In den vergangenen Jahrhunderten war unsere Gegend überwiegend bewaldet. Die ersten Siedler kamen aus der Gegend von "Ursenberg", dem heutigen Irschenberg. Die drei Ortsnamen Niklasreuth, Sonnenreuth und Hofreuth erinnern heute noch an diese Siedlungszeit.


iel Not und Elend brachte der 30jährige Krieg von 1618-1648 mit sich. Obwohl unsere Gegend weitgehend von kriegerischen Auseinandersetzungen verschont blieb, kostete die Pest im Jahre 1634 vielen Leuten das Leben. In der Nähe des Furthnerhofes wurde sogar ein eigener Pestfriedhof angelegt. Im Leizachtal-Heimatbuch berichtet Ludwig Lechner: "Von Furth bei Niklasreuth wird erzählt, dass das Ganze Haus ausstarb bis auf einen 6jährigen Knaben. Da man aus Furcht vor Ansteckung das Kind nirgends in ein Haus ließ, musste es verhungern".

ine bemerkenswerte Geschichte ist über den Hof zum "Briefer" überliefert, der im nordöstlichen Bereich der Pfarrei liegt: der Briefer war derjenige der die Briefe für den Grundherrn zu besorgen hatte. Dieses Anwesen gehörte zwei Jahre zur Pfarrei Au, die nächsten drei Jahre aber zur Kuratie Niklasreuth. So hatten die Leute z.B. zwei Grabstätten zu betreuen.

nweit vom Brieferhof liegt das Anwesen "Heißkistl". Dort stand die Burg "Altenwaldeck". Es war der Stammsitz der "Waldecker". Von der Burg ist praktisch nichts mehr erhalten. Heißkistl und die umliegenden Grundstücke sind heute im Besitz der Stadt Bad Aibling, die aus diesem Gebiet ihr Trinkwasser bezieht.

Dieses Buch berichtet über die Entstehung des Ortes, der Pfarrei, der Gemeinde, der Schule. Es berichtet über Gründung und wechselvolle Geschichte von Vereinen und der Musikkapelle, von bekannten Persönlichkeiten ebenso wie von Dorfkindern, vom Alltag mit harter Arbeit, aber auch von frohen Festen.


Das Buch ist erhältlich bei:
Resi Gasteiger
Wiesen 1
83737 Irschenberg


m Herbst des Jahres 1800 zogen französische Truppen durch das bayrische Oberland und trieben ihr Unwesen. Auch Niklasreuth blieb davon nicht verschont, beinahe wäre das ganze Dorf abgebrannt. Eine Gedenktafel in der Niklasreuther Kirche erzählt: "Im Jahre 1800 den 6. Dezember, also am Schutzfest des hl. Nikolaus, geriet das Dörflein in die größte Gefahr. Die französischen Truppen zündeten bei ihrem Durchmarsch allhier das Haus des Mair an (es soll in dem Haus ein Schuss gefallen sein, den die Franzosen auf sich gemünzt ansahen), und da sie das Löschen verhinderten, nahm die Feuersbrunst sogleich überhand. Die Hitze wurde so groß, das im Riebenlhaus (dem heutigen Wirt) die Fensterscheiben zersprangen..."
Nachdem aber die Reuther zum Pfarrpatron gefleht haben, soll der Wind gedreht haben und die übrigen Gebäude waren gerettet.

ann die erste Kirche gebaut wurde, ist nicht bekannt. Schon 1605 war, nach Bericht von Christoph Socher, Pfarrer von Irschenberg, der Kirchturm baufällig.
Nach einigen Jahren Vorarbeit wurde 1694 mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen. Es wurden 80 Klafter Tuff geschnitten und unter ein Dach gerichtet. Die Baurechnung führte das Gericht Aibling. Die Löhne aller beteiligten Arbeiter betrugen insgesamt 950 Gulden.
Am 14. August 1697 wurde die neu errichtete Kirche vom Freisinger Bischof geweiht. Sie zählt zu einer der schönsten Barockkirchen im Oberland.

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